Der erste Monat des Jahres 2019 ist bereits vergangen und auch die ersten Wettbewerbe und Messen sind durch, da wollen wir nun auch einmal unsere Fühler nach den Trends 2019 im Bereich Fotografie für das Jahr 2019 ausbreiten. Was im letzten Jahr noch hipp und angesagt war, muss in disem Jahr nicht mehr en vogue sein. Gott sei Dank gibt es aber doch auch wieder Evergreens, die auch in diesem Jahr wieder mit von der Partie sind.

Doch die wichtigste Frage ist wohl: Wie entstehen überhaupt solche Trends?

Beeinflusst werden Trends vor allem die technische Weiterentwicklungen und durch Innovationen, sie müssen tatsächlich nicht einmal etwas mit der Fotografie zu tun haben. Natürlich werden Trends auch durch gesellschaftliche Ereignisse beeinflusst – Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass diese auch politischer, menschlicher oder übernatürlicher Natur sein können. Und wir fürfen auch nicht vergessen, dass in der heutigen Zeit Influencer, also sogenannte Meinungsmacher sowie Brands durch und auf den sozialen Medien Trends erschaffen.

Trends, vor allem in der Fotografie entstehen aber auch auf diversen Portalen und bei Wettbewerben. Wenn ihr euch einmal hier umschaut, werdet ihr sehen, dass Bilder, die zu Gewinner gekürt werden, oft auch einen gewissen Trend setzen.

Wir haben uns bei den führenden Meinungsmachern wie Adobe, Westend61 oder Getty Images, den weltweit wichtigsten Bildagenturen etc. umgeschaut und stellen euch nun die wichtigsten Trends für das neue Jahr vor:

 

Slow Food und Slow Photography.

Schnell noch einen Burger für für Unterwegs, schnell noch einen Snapshot oder ein Selfie mit dem Smartphone für Instagram oder Snapchat gemacht. Wir sind mittlerweile 24/7 online und möchten unseren Followern zeigen, was wir den ganzen Tag so treiben. Wir fotografieren einfach alles – unser Essen, unsere Füße im Schnee oder im Sand, um es in Echtzeit in den sozialen Media hochladen zu können und es mit Menschen auf der ganzen Welt zu teilen. Die Bilderflut im Netz ist massiv, auf Instagram werden beispielsweise an einem durchschnittlichen Tag 95 Millionen Posts geteilt. Das zeigt uns sehr deutlich, dass sich die Fotografie in den letzten Jahren massiv geändert hat. Ein paar Zahlen beweisen das: es werden heutzutage alle zwei Minuten mehr Fotos aufgenommen, als alle Fotos des 19. Jahrhunderts zusammen. (Statistik laut Brandwatch)

Wie ihr euch denken könnt, gibt es wie auch zum Thema Fast Food auch hier mittlerweile eine Gegenbewegung: Die Slow-Photography-Bewegung setzt sich gegen die schnelllebige Bilderflut auf Social Media ein. Die Fotografie kommt in den Entschleunigungsmodus, sie wird ähnlich wie beim Yoga zu einer bewussten Entscheidung. Im Vorfeld kommt der Fotograf im Hier und Jetzt an, jedes einzelne Bild wird erarbeitet, jeder Drücker auf den Auslöser ist sorgfältig überlegt. Wir gehen zurück zu der Zeit der analogen Fotografie.

Das heißt natürlich auch, will ein Fotograf eine bestimmte Lichtstimmung fotografieren oder Tiere abbilden, so wird er sich in Geduld üben müssen. Erst wenn alles stimmt, wird der Auslöser gedrückt. So wird die Fotografie zu einer bewussten Herangehensweise.

 

Back to the Roots.

Ein weiterer Fototrend für dieses Jahr ist noch gar nicht so neu, denn er wurde auch schon im letzten jahr praktiziert: Instant-Kameras, wie beispielsweise Polaroids und Rolleiflex sieht man wieder viel häufiger auf dem Markt, als noch in den letzten Jahren. Ihr werdet uns zustimmen, wenn wir sagen: Sofortbilder haben ihren ganz eigenen Charme! Denn ihre Farbgebung ist nicht durch Filder oder digitale Bearbeitungsprogramme beeinflussbar und der Fakt, dass jedes Bild einzigartig ist und nur einmal existiert, macht sie so besonders. Und auch hier nehmen wir Fotografen uns bewusst die Zeit für jedes einzelne Bild, um den besonderen Augenblick einzufangen und natürlich auch, weil Filme für Instant-Kameras nicht gerade die günstigsten sind. 😉

 

WBildsprache in 2019.

Welche Themen sind in diesem Jahr gefragt? Jeder Fotograf, der seine Bilder verkauft, stellt sich diese Frage. Nach welchem Motiv muss ich meine Augen offen halten und nach welchen Kriterien plane ich meine nächste Bilderreihe? Eine gute Hilfestellung hierfür sind unsere Inspiracles Fotoaufgaben-Karten. Sie sind nicht nur für Anfänger geeignet, sondern auch für Profis, die sich auch kreativen weiterentwickeln möchten. Inspiracles helfen gerade in der Slow-Photography-Bewegung sich im Vorfeld mit verschiedenen Themen zu beschäftigen, um dann auf Motivsuche zu gehen.

Weitere Trendthemen wie Emotionen, Ruhe und der Weltraum (Key Emotions, Silencity, Plandid und Space Hype) werden uns in diesem Jahr beschäftigen. Laut der Bildagentur Westend61, welche aktuelle Trends und deren Auswirkung auf die visuelle Kommunikation analysiert hat, hat diese Ergebnisse im neuen E-Magazine INSPIRE – VISUELLE TRENDS 2019 vorgestellt und besagt, dass sich in diesem Jahr alles um die Macht der großen Gefühle drehen wird. Durch die Unruhen und Schnellebigkeit unserer modernen Zeit besteht ein großer Wunsch nach Stille, Bilder die zwar inszeniert sind, aber dennoch authentisch und ehrlich wirken und um die Ikonographie der Sehnsucht nach neuen Welten. Diese Trends dokumentieren, wie sich Interessen und Werte unserer Gesellschaft verändern und wonach sich die Menschen sehnen.

 

Back to the Future.

Denkt hier an Marty McFly, an alte Videospiele, oder futuritische Landschaften. Laut der Bildagentur Shutterstock wird ein weiterer Trend 2019 in der visuellen Gestaltung die Benutzung von Neonfarben, bunten Gelen und somit der stilistische Throwback in die 80iger Jahre weiter andauern.

Eine weitere Stilrichtung, die sich “Rococo Romance” nennt, lohnt es sich zu beachten. Vintage-Muster, Gemälde aus der alten Welt und dramatische Schnörkel scheinen Fotoshootings zu beeinflussen. Wenn ihr also daran denkt, euren inneren Rembrandt herauszulassen und eine Bildserie im Vintagestil plant, könnte dies eine gute Zeit für euch werden.

Für uns Fotografen ist es natürlich wichtig, auf welche Trends wir uns in jedem neuen Jahr einstellen können, damit wir zum einen Up To Date bleiben und auch wissen, was wir vermeiden sollten. Gerade wenn wir als Content Creatoren arbeiten und Millionen von Designern und Vermartern online nach bestimmten Dingen und Bildern suchen. Nichtsdestotrotz sollte für uns aber stets im Mittelpunkt stehen, dass wir uns selbst treu bleiben und im Moment leben.

Oftmals sind es ja die Bilder, die in einem besonderen Moment eingefangen wurden, die um die Welt gehen.

Wie steht ihr zu diesen Trends? Werdet ihr ihnen folgen oder es lieber bleiben lassen? Wir würden uns sehr über eure Gedanken zu diesem Thema freuen. Kommentiert gerne zu diesem Thema unter diesem Artikel.

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